R.Fischer_216406.gif
Ohmes_sc000d54e9.jpg
Mario Ohmes
1966 geboren,
1993 bis 2005 im Atelier

Mario Ohmes lässt sich von den Gegenständen seiner Umgebung und von Bildvorlagen anregen, Vor allem aber bringt er in seinen Bildern Erinnerungen und persönliche Wünsche zum Ausdruck. Dabei stellt er sich oft selbst und ihm bekannte Personen mit dar. Die Figuren bestehen aus vielen einzelnen Linienverläufen, die sich an zahlreichen Stellen durchkreuzen und somit den Eindruck eines irritierenden Durcheinanders hervorrufen. Erst bei längerem Hinsehen werden grafische Grundformen, wie Kreise, Ovale und Rechtecke erkennbar, aus denen Mario Ohmes seine Figuren systematisch nach einem immer wiederkehrenden Schema aufbaut.

Indem Mario Ohmes die dargestellten Figuren „anzieht“, das heißt indem er zuerst ihre nackten Körper zeichnet, dann die Unterwäsche und anschließend Hosen und Hemden „darüberlegt“, verdichten sie sich zu komplizierten Liniengebilden. Sie gewinnen dabei nicht nur an grafischer Konzentration, sondern auch an Ausdehnung, da die Konturen der Bekleidung außen um die Körperteile herumgeführt werden. Die Figuren wirken wie aus Drähten aufgebaut. Aus dem Liniengewirr ihrer marionettenhaften Körper schieben sich die Köpfe mit ausdrucksstarken Gesichtern an langen Hälsen hervor. Kopf-, Bart-,und Schamhaare bilden als dunkle Flächen innerhalb der Zeichnung markante Blickpunkte.

Kennzeichnend für Mario Ohmes‘ Darstellungen und für sein künstlerisches Arbeiten insgesamt ist die Wiederholung. Er wiederholt Motive und Formverläufe auf dem einzelnen Blatt und auf vielen nachfolgenden Bildern, so dass ganze Serien entstehen. Jede Zeichnung wird von Mario Ohmes abschließend mit Namen und Datum versehen. Schriftzug und Zahlen erscheinen auf vielen Blättern unten mitten in der Darstellung und ergänzen sie als reizvolles grafisches Element.


Auszeichnungen
1995 Bundes-Kunstpreis für Menschen mit Behinderung der Carl-Müller-Mettnau-Stiftung in Radolfzell am Bodensee, 7. Preis


Ausstellungen

2015 Im Augen_Blick. Positionen der Outsider Art in Braunschweig, Galerie Geyso20, Braunschweig

2014 Zwischen Genie und Wahnsinn, SCHAU FENSTER, Raum für Kunst, Berlin

2014 Gegenüberoffen – Markus Keuler im Dialog mit Geyso 20, Galerie Geyso20, Braunschweig

2013/14 Normal ist das nicht – special art 2013, Galerie Geyso20, Braunschweig

2013 Anonyme Zeichner, Kunstverein Tiergarten, Galerie Nord, Berlin

2013 Sammelstücke. Galerie Geyso20, Braunschweig

2012 Geyso 20 – Künstler im Dialog, Städtische Kunstsammlungen Salzgitter, Museum Schloss Salder

2009/2010 Jahresausstellung im Museum für Art Brut und Outsider Art, Kunsthaus Kannen, Münster
2009 2 x 2 Forum für Outsider Art in Europa, Kunsthaus Kannen, Münster
2006 Die anderen Bilder, Bilder aus der Sammlung Hartmut Neumann, Museum der Stadt Ratingen
2004/2005 Kunst für Hannover, Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, Hannover
2002/2003 Kunstatelier Lebenshilfe Braunschweig im Braunschweigischen Landesmuseum, Ausstellungszentrum Hinter Aegidien, Braunschweig
2001 Ebenbilder – Mensch werden ist eine Kunst, Wanderausstellung kuratiert von der BAG WfbM, Frankfurt am Main, Leipzig, Gammertingen, Schwerin, Osnabrück, Detmold und anderen Orten
2001 Ausstellung ohne Titel, Ratscafe, Salzgitter-Bad
2000 Ansichten vom Braunschweiger Rathaus, Rathaus, Braunschweig
2000 Mario Ohmes, Einzelausstellung im Institut für Persönliche Hilfen, Braunschweig
2000 Lust auf Braunschweiger, Institut inForm der Bundesvereinigung Lebenshilfe, Marburg
1999 Stadtansichten von Braunschweig, Dom St. Blasii, Braunschweig
1996 Ausstellung anlässlich eines Aktionstages der Lebenshilfe Braunschweig  im City Point, Braunschweig
1995 Erste Auswahl, Stadtbibliothek, Salzgitter-Lebenstedt


Arbeiten in Sammlungen
Deutsche Bank Sammlung
Sammlung Hartmut Neumann
Ohmes-13-.jpg
Ohmes 10 .jpg
Ohmes-15-.jpg
Ohmes_Bild_1.jpg
Figurentheater 2000, Bleistift auf Papier, 21 x 29,7 cm
Figuren 2000, Bleistift auf Papier, 29,7 x 21 cm
Figurentheater 2000, Bleistift auf Papier, 21 x 29,7 cm
Hockey 1993, Deckfarben, Farbstift auf Papier, 29,7 x 39,4 cm